Grazer Zentralfriedhof. Backstein-Ensemble

Jänner 2015. Der repräsentative Zentralbau von Lauzil war aufgrund seines fortschrittlichen Konzeptes ein Vorbildbau für viele weitere Friedhofsanlagen, die im Zuge der großen Stadterweiterungen meist weit außerhalb der dichten städtischen Verbauung angelegt wurden. Architekt Karl Lauzil entwarf für den 25 Hektar großen Grazer Zentralfriedhof einen Zentralbau mit seitlichen Flügelbauten im „Stil der italienischen Gotik“, um dem ernsten Charakter dieses Bauwerks gerecht zu werden.

 

Kuppelbau „Zum Gekreuzigten Heiland“

Die Zentralfriedhofskirche ist ebenfalls ein prachtvoller Backsteinbau von Karl Lauzil. Sie wurde und wird - wie auch das gewaltige Eingangstor - in den letzten Jahren mit großem Aufwand weitestgehend restauriert:  Für Bauforscher und Restauratoren  eine besondere Herausforderung, da viele der im Historismus gängigen Baustoffe und Produktionstechniken heute nicht mehr verwendet werden.

 

Vergleiche: Resch/Kölbl: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz.

Grabstätten und Naturbestattungen

Historische, monumentale Grabstätten und endlose Reihen schlichter Gräber prägen den ziegelroten Grazer Zentralfriedhof ebenso wie moderne Urnenanlagen und ausgewählte Orte für zeitgemäße Naturbestattungsformen. Neben fast schon 'klassischen' Sarg- oder Urnenbeisetzungen finden Naturbestattungsformen auch im städtischen Raum immer mehr Anklang. Von ihren vielen Ausprägungen wie zum Beispiel eine Donaubestattung, eine Seebestattung in der Adria, eine Bergbestattung auf einer Almwiese oder gar eine Flugbestattung mit Aschenverstreuung in der Luft gibt es im weitläufigen Gelände des Zentralfriedhofs eine Aschenstreuwiese, eine Baumbestattung und die Himmels-Spirale, das ist eine Urnenanlage mit Kraft- und Energieplatz.

Folder-Cover: Aschenstreuwiese
Folder-Cover: Aschenstreuwiese
Folder-Cover: Baumbestattung
Folder-Cover: Baumbestattung
Folder-Cover: Himmels-Spirale
Folder-Cover: Himmels-Spirale



Sichtarchitektur. Backstein, Ziegel, Klinker

Jänner 2015. 

Der Mauerziegel, in der Fachsprache kurz Ziegel genannt,

sinnverwandt auch Backstein oder Ziegelstein

Der Ziegel ist das älteste vorgefertigte Bauelement, er wird aus tonhaltigem Lehm geformt und in Öfen gebrannt

Der Begriff „Backstein“ steht bevorzugt für die mittelalterlichen Bauten und wird hauptsächlich im süddeutschen und Schweizer Raum gebraucht. Einfache Backsteine aus Lehm  sind mechanisch nicht sehr stabil und offenporig, weshalb sie relativ viel Wasser aufnehmen können. Deshalb werden sie üblicherweise verputzt, um die Wetterfestigkeit zu verbessern. Der aus Ton (statt Wiesenlehm) bei höheren Temperaturen gebrannte, auch Tonziegel genannte Ziegel ist härter und gilt als beständiger.

Klinker sind Produkte aus „blauem“ Ton, die reicher an Alumosilikaten sind.  nehmen sie weniger Wasser auf, sind frost- und insgesamt wetterbeständiger. Sie werden deshalb meist unverputzt oder auch als Pflaster-Klinker eingesetzt, abhängig vom Eisengehalt verleihen sie daher einem Bau das typische Aussehen von gelben über rote bis braune Nuancen



 Backsteine waren spröde und instabil, denn der verwendete Lehm war in vielen Fällen nicht tonhaltig. Das ist auch der entscheide Unterschied zum Ziegel. Er ist tonhaltig und daher wesentlich robuster. Doch in der Volkssprache spielt dieser Unterschied kaum eine Rolle. n. So müsste ebenso geklärt werden, was ein Klinker ist. Der Begriff steht nämlich für Ziegel aus "Blauem Ton".


 

 

 

In Arbeit!

 

 

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